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FAQ - Frequently asked questions
Material
[1] Sind Sailloft-Segel schwer?
Unsere Segel sehen vielleicht schwerer aus als andere, weil sie viele Verstärkungen
aufweisen, die andere nicht haben. Da wir aber ausschließlich Segeltuche
verwenden, die wenig Wasser aufnehmen, erreichen wir ein sehr geringes Nassgewicht
des Segel. Und das ist das entscheidende!
[2] Machen die Verstärkungen im Fensterbereich
das Segel schwer?
Verstärkungen machen jedes Segel schwerer. Wichtig ist in diesem Zusammenhang
der Gewichtsschwerpunkt eines Segels – es darf im Top nicht schwer sein.
Im Fensterbereich oder unterhalb der Gabel hat man aber einen sehr guten
Hebel, so dass das Handling nicht beeinträchtigt wird, da der Gewichtsschwerpunkt
weit unten bleibt.
[3] Behindern die Verstärkungen in Fenster
die Sicht?
Nein, so groß sind sie nun wieder auch nicht. Aber gerade im Fensterbereich
sind die Verstärkungen sehr wichtig, weil man am häufigsten in diesen Bereich
hineinstürzt.
[4] Ist X- Ply –Material schwerer als Monofilm?
Das hängt sehr von der Dicke des verwendeten Materials ab. Dicker Monofilm
(175 µ Stärke wiegt 265 Gr./qm) wiegt mehr als das X - Ply - Material, welches
wir verwenden (225 Gr./qm und 245Gr./qm ).
Der Grund liegt darin, dass beim Tuchgewicht die verwendete Folienstärke
den Ausschlag gibt und nicht die Anzahl der Verstärkungsfäden.
Wenn man durch die Verwendung von Monofilm Gewichtsparen will muss man ihn
sehr dünn wählen. Aber das beinträchtig die Haltbarkeit.
[5] Macht die großflächige Verwendung von
X - Ply - Material eure Segel schwer?
Nein schwer nicht (wie bei Frage 4. erklärt ), aber stabil.
[6] Was ist Mylar – Segeltuch?
Mylar ist ein Sandwich-Segeltuch es besteht aus einer Lage Folie (50 µ Monofilm)
und einer Lage Polyestergewebe ( 80 Gr./qm ), die aufeinander laminiert
sind. Das Gesamttuchgewicht beträgt 180 g/qm.
7] Warum verwendet ihr Mylar – Segeltuch?
Mylar bietet einige Vorteile gegenüber Dacron Segeltuch.
Durch die Folienlage dehnt es sich wesentlich weniger. Wir setzen es im
Vorliek unserer Segel und in allen Verstärkungen ein. Dort, wo die größte
Zugbelastung herrscht. Dadurch bleiben unsere Segel doppelt so lange in
Form (Lebensdauer ), wie Segel mit Dacron -Vorliek.
Die Tuchlage sorgt dafür ,dass die Nähte gut halten, obwohl das Material
sehr dünn ist.
Mylar besteht zur Hälfte aus Folie. Die nimmt kein Wasser auf. Deswegen
kann Mylar nur halb so viel Wasser aufsaugen wie Dacron und unsere Segel
bleiben schön leicht. Auch wenn sie nass sind.
[8] Gibt es auch Nachteile bei Mylar und
X – Ply – Material?
Ja
leider. Das Zeug ist verdammt teuer.

Fahrleistungen
[9] Hat das verwendete Material Einfluss
auf die Fahreigenschaften?
Wir verwenden ausschließlich Materialien (Mylar und X – Ply ), die sich
wenig dehnen. So halten wir die Profilveränderungen sehr gering. Daraus
resultiert eine außergewöhnliche Druckpunktstabilität.
[10] Was unterscheidet eure Segel in den
Fahreigenschaften grundsätzlich von den Segeln anderer Hersteller?
Wir schneidern unsere Segel in dem Bereich, wo es das Handling nicht beeinträchtigt
(Gabelbaumbereich und darunter) etwas bauchiger. Dadurch gleiten unsere
Segel sehr gut an. Durch Erhöhung der Vorlieksspannung lassen sich unsere
Segel aber auch sehr flach trimmen, dabei verstärkt sich gleichzeitig das
Loose Leech und damit der Twist. Auf Grund dieses großen Trimmbereiches
haben unsere Segel einen sehr großen Einsatzbereich. Das bedeutet Ihr müsst
nicht so oft umriggen.
[11] Welche Segelabstufung empfehlt ihr?
Das ist Geschmackssache. Grundsätzlich sollte man aber beachten : kleine
Segel–kleine Abstände (4.2 – 4.7), und : große Segel – große Abstände (6.1
– 7.1 ).
Da unsere Segel einen sehr großen Einsatzbereich haben sind auch Segelsätze
wie 5,9qm-5,0qm-4,2qm realisierbar. So deckt man mit nur 3 Segeln einen
riesigen Bereich ab.
Ein Segelsatz mit 4 Segeln ist komfortabler in der Abstufung , logisch.
Masten
[12] Welche Masten passen in eure Segel?
Wir berücksichtigen bei der Entwicklung unserer Vorliekskurven die Masten
aller Markenhersteller.
Wichtig ist, dass die angegebenen IMCS–Werte mit den Angaben auf dem Segel
übereinstimmen.
Die meisten unserer Segel funktionieren auf 2 unterschiedlichen Mastlängen,
bzw. Härten. Welchen man bevorzugt ist zum Teil Geschmackssache, da der
Mast die Segelcharakteristik beeinflusst.
Grundsätzlich gilt:
+ Schwere Surfer (90 KG ) sollten jeweils zum
längeren, bzw. härteren Mast greifen.
+ Leichte Surfer ( 60 KG ) wählen lieber den
kurzen, bzw. weicheren Mast.
[13] Wie verändert ein härterer Mast das
Segel?
Ein härterer Mast macht das Segel bauchiger, gleichzeitig verringert er
den Twist.
So gleitet das Segel besser an, hat aber auch ein härteres Fahrgefühl. Deswegen
ist diese Variante eher etwas für Surfer, die Power im Segel spüren wollen
oder für die schweren Jungs.
[14] Wie verändert ein weicherer Mast das
Segel?
Ein weicher Mast macht das Segel flacher, gleichzeitig verstärkt sich der
Twist Dadurch gleitet das Segel später an, hat aber ein weicheres Fahrgefühl.
Diese Variante wählen meistens die Leichtgewichte oder komfortorientierte
Surfer.
[15] Passen RDM Masten?
RDM (Reduced Diameter Mast ) oder Skinny–Masten harmonieren sehr gut mit
unseren Segeln.
Beim Aufriggen muss man beachten, dass die verwendete Mastlänge größer wird,
da die meisten Skinny–Masten sich weiter durchbiegen. Man muss also die
Mastverlängerung weiter ausfahren. (Je nach Masthärte 1 – 2 cm)
[16] Wie verändert ein RDM-Mast die Fahrleistungen
eines Segels?
Das Segel fühlt sich nicht mehr so hart und direkt an, aber im einzelnen:
Ein RDM–Mast füllt die Masttasche nicht so sehr aus wie ein dicker Mast,
so trägt die Mastasche zum Segelprofil bei. Mit Wind wird es also bauchiger
und gleitet besser an. Gleichzeitig kann sich das Segel besser flach stellen,
wenn man es aus der Anströmung nimmt, da die Segellatten sich sehr gut am
dünnen Mast vorbei nach vorn schieben können. So verbessert sich das Manöverhandling.
Man schlägt mit einem Skinny-Mast also zwei Fliegen mit einer Klappe.
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